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Durch die Hölle in den Himmel

Ein Erfahrungsbericht von Stephan Glanzner über seinen Start beim Inferno-Triathlon in der Schweiz

„Mal was anderes machen“ – das wollte Triathlet Stephan Glanzner von der SSG Bensheim. Was anderes war in seinem Fall 3,1 Kilometer schwimmen im Thuner See, 97 Kilometer und 2145 Höhenmeter auf dem Rennrad, weitere 30 Kilometer und 1180 Höhenmeter auf dem Mountainbike sowie zum Abschluss ein Berglauf mit 25 Kilometern und 2175 Höhenmetern: Der Inferno-Triathlon im Berner Oberland in der Schweiz.

Gut vorbereitet und mit vielen Odenwälder Höhenmetern in den Beinen startete Glanzner also am 19. August bei diesem spektakulären Ausdauerwettbewerb in den Schweizer Bergen. Das Wetter ließ nach einer durchregneten Nacht zwar zu wünschen übrig, dennoch zeigte sich der Thuner See mit 19° Celsius Wassertemperatur von seiner besten Seite. Nach gut 54 Minuten verließ er als 19ter seiner Altersklasse das glasklare Wasser.

Dann ging es erst richtig los: Nicht enden wollende Bergpassagen, gefolgt von langen Abfahrten auf teils nasser Straße – kein Zuckerschlecken auf dem Rennrad. Nach einem flachen Stück durch Interlaken und weiter entlang am türkisfarbenen Brienzersee folgte der nächste Anstieg  - 1260 Höhenmeter hinauf zur Grossen Scheidegg. Es folgten die Abfahrt nach Grindelwald und nach 4 Stunden und 53 Minuten der Wechsel auf das Mountainbike.

Technisch richtig anspruchsvoll wurde es nach weiteren knapp 1200 Höhenmetern im Sattel: Von der Kleinen Scheidegg, am Fuße der Eiger Nordwand, ging es meist auf Single-Trails hinab Richtung Streichelberg. Nach 2:44h dort dann der Wechsel auf die Laufstrecke. Diese begann zunächst leicht ansteigend und hatte es schon bald so richtig in sich. Trotz guter Beine teilte sich Glanzner seine Kräfte dafür gezielt ein. Nach dem ersten richtigen Anstieg hinauf in den Ort Mürren stand das wirkliche „Brett“ erst noch an: Acht Kilometer und 1130 Höhenmeter musste er bis zum Ziel auf dem Schilthorn noch überwinden. Bei 2° Celsius und Graupelschauer ein hartes Stück Arbeit, für das er gute fünf Stunden benötigte. Insgesamt dauerte sein persönliches Inferno exakt 13:37:59h.

Im Ziel erwartete ihn nicht nur warme Kleidung sondern auch sein Bruder Matthias, der für den  TV Lampertheim fünf Stunden vorher bereits den Inferno Halbmarathon absolviert hatte.

Stephan Glanzners Fazit eine Woche nach dem Wettkampf: „Für mich war der Inferno-Triathlon das Härteste, was ich meinem Köper je abverlangt habe! Ohne die Disziplin und das konsequente Training, mit meinen Vereinskollegen der SSG und alleine, wäre  es schwer geworden, in den Schweizer Bergen zu bestehen!“ Ob er ein zweites Mal beim Inferno starten würde? „Wer weiß...?“.

 

Stephan Glanzner im Ziel des Inferno-Triatlons. (Foto: alphafoto.com) 

Abteilung: Triathlon  |  03.09.2017  |  Abteilung Triathlon