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Sascha Starker & Kristin Endres Hessenmeister im Cross // Kristin Vize-Weltmeisterin bei Master WM

Rennbericht von Kristin zur Hessenmeisterschaft

Die Strecke in Bann war hauptsächlich auf einer mehr oder weniger schmierigen Wiese mit vielen Kurven. Nachdem ich in den letzten Jahren immer Vizemeisterin hinter Lisa Beckmann würde, wollte ich mir dieses Jahr den Titel in ihrer Abwesenheit holen.

Die Vorstartphase erinnerte dann doch etwas an Magstadt mit einem kräftigen Hagelschauer und fallenden Temperaturen. Wahrscheinlich froren mir deswegen schon vor dem Start die Finger ab. Aber es war zu spät, noch dickere Handschuhe aus dem Auto zu holen.

Der Start verlief gut und ich kehrte als erste ins Gelände ein. Dicht gefolgt von einer jungen Saarländerin, die versuchte in den ersten 2-3 Runden dran zu bleiben. An der 1. steilen Abfahrt rutschte mir das Vorderrad weg und ich schlitterte hinter meinem Rad den Hang runter - guter Start, dachte ich mir - als ich das Rad wieder einholte, sprang ich drauf und eierte den Rest runter und konnte die Führung noch gerade so halten. Danach baute ich den Vorsprung Runde für Runde aus, so dass ich mein Ziel, die Meisterschaft (Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz) in Lisas Abwesenheit zu gewinnen, erreichen konnte. :-)

 

Bei den Männern war es Sascha Starker der souverän Hessenmeister wurde, Jan Dieteren in seinem ersten Crossrennen 6. Am nächsten Tag in Rheinzabern feierte Sascha einen weiteren klaren Sieg, gefolgt von Till Drobisch auf Platz 5, Jan Dieteren auf 17, dicht gefolgt von Andreas Hunkel auf Platz 17 und Florian Neudert auf Platz 22.

 

Rennbericht von Kristin zum WM Rennen in Mol

 

Letztes Wochenende ging es auf große Reise in unsere Nachbarländer Belgien und Holland.

 

Nachdem die letzten Wochen durch Umzug und Renovierung noch die letzte freie Zeit nach Arbeit und Kind gefressen haben, war wieder eine Woche ohne vernünftiges Training um. Also für eine Master WM eine eher suboptimale Vorbereitung. 

Dazu kommt, dass das Rennen in Mol, Belgien, in der Nähe zur niederländischen Grenze, in einem Freizeitpark mit riesigen Badeseen stattfand, wo am Tag nach der WM, der Zilvermercross, ein großes Eliterennen, stattfindet. Der komplette Kurs bestand aus mehr oder weniger fahrbarem Sand, also nichts, was sich bei uns gut üben lässt.Die Streckenbesichtigung zeigte, dass die Laufbeine gefragt werden würden. Hmm, vielleicht hätte man es auch Duathlon nennen können. Für uns normale Frauen war der tiefe Sand einfach nicht wirklich fahrbar.

Wie das bei so Rennen ist, sahen die anderen Frauen alle schnell aus. Die vier Altersklassen zwischen 30 und 49 wurden hintereinander aufgestellt und in 15 Sek Takten losgeschickt. Ich wurde in meiner AK als letzte aufgerufen und durfte somit hinten stehen. :-( nicht wirklich die beste Position, um meine Stärke beim Starten zu nutzen. Ich brauchte dann auch fast die ganze Startgerade, um mich an die Spitze zu setzen, nur um kurz danach wieder von einer sehr starken Französin überholt zu werden. Ich versuchte an ihrem Hinterrad zu bleiben, musste sie dann aber recht schnell ziehen lassen. Ich konnte mich recht schnell von meinen Verfolgerinnen absetzen und mit einem einigermaßen komfortablen Vorsprung ins Ziel fahren. Einige Sandstücke, die ich im Training noch nicht fahren konnte, schaffte ich dann im Rennen doch – wobei das nicht unbedingt schneller war und darüber ob es kraftsparend war, ließ sich auch streiten - es soll wohl ganz gut ausgesehen haben ;-) – aber der Gedanke schon wieder durch tiefen, weichen Sand zu rennen, lies mich weiterfahren. Die vielen, langen Laufpassagen durch den Sand machten das Rennen enorm anstrengend und ich war froh, als ich das letzte Sandstück hinter mir lassen konnte.

Wir deutschen Frauen nahmen an diesem 1. Masters WM Tag zwei Bronze und ein Silbermedaille mit nach Hause. Herzlichen Glückwunsch Julia und Anne.

 

Nachdem Matthias am Samstagmorgen sein WM-Rennen bestritt, fuhren wir im Anschluss in das 50 km entfernte Hasselt zum Soudal Classic, damit ich mit den Großen spielen konnte. Leider waren wir etwas knapp dran, so dass mein Aufwärmprogramm einer Kursbesichtigung von einer Runde entsprach – so fuhr ich dann auch in der ersten Hälfte des Rennens. Danach kam ich dann langsam auf Touren, aber das war dann viel zu spät. Die dortige Strecke war interessant und beinhaltet so ziemlich alles – Gras, knöcheltiefer Matsch, extrem steilen Berg gefolgt von einer steilen Abfahrt und der Sand durfte natürlich auch nicht fehlen. Auch wenn mein Einsatz etwas kurz war, war es mal wieder gutes Training. Danach ging es mit unsere Tochter ins Schwimmbad zum „Entspannen“! Denn am Sonntag sollte noch ein Renntag folgen.

 

Für Sonntag war Dauerregen angesagt. Was in Mol noch Regen war, wurde schon bald Schnee – viel besser als Regen!

Da wir auf dem Heimweg in Heerlen vorbeikamen und dort ein Crossrennen im Rahmen des Toma Cycles Cup stattfand, dachten wir, dass wir dort nochmal einen kleinen Zwischenstopp einlegen. Dort angekommen wurde das Schneetreiben immer stärker. Ich sollte als erstes dran sein, also ging ich auch als erstes die Strecke besichtigen. Ich war etwas überrascht. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber die holprigen Graspassagen raubten mir etwas die Kraft. Es war schließlich der 3. Renntag in Folge. Auch die steile Abfahrt nahm mir etwas den Mut, dass dies ein guter Tag werden könnte. In Hasselt war zwar eine ähnliche Abfahrt, aber dort war der Untergrund eben. Hier war es eine Kuhwiesenabfahrt mit vielen Löchern. Ich konnte mich an dem Morgen nicht dazu bringen, dort runter zu fahren, was mich einiges an Zeit kostete.

Nach der Startgeraden waren 2 Mädels schnell weg. Ich kämpfte noch eine Weile mit einer Mountainbikerin (ja, MTBs und Crossräder in einem Rennen). Die Beine waren schwer und ich merkte wieder, dass ich mich nicht warm gefahren hatte. Ab der 3. Runde ging es bei mir dann langsam vorwärts und ich konnte mich endlich von der Mountainbikerin absetzen und mir am Ende den 3. Platz sichern. Ein schöner Abschluss für ein erfolgreiches Rennwochenende.

 

Jan Dieteren 5. Beim Cross in Herxheim

Beim Cross in Herxheim zeigte sich bei Jan bereits die aufsteigende Cross Form. Nach einem guten Start konnte er gleich mit Marco König einen kleinen Vorsprung rausfahren. Auf Position zwei liegen passierte in einem technischen Teil einen Sturz (fehlt noch an Crossrennen) wodurch ein Radwechsel nötig wurde. Der Anschluss war weg. Aber das Stehvermögen und das Springen über die Hürden sorgte für einen guten 5. Platz. Florian Neudert wurde 16. Noch 6 Wochen zur DM J

Abteilung: Radsport  |  07.12.2017  |  Abteilung Radsport